Seit 1994 wird am 1. November der Weltvegantag gefeiert. Der Kreis derjenigen, die ihn begehen, wächst: Laut einer Befragung des Marktforschungsinstituts Skopos ernähren sich aktuell 1,3 Mio. Menschen in Deutschland rein pflanzlich, Tendenz steigend. „In immer mehr Familien wird die alternative Ernährung und Lebensweise zum Thema, der Informationsbedarf ist hoch“, erklärt Rainer Plum, Vorstand Reformhaus eG. „Aktiver Tierschutz und die Diskussionen um den Klimawandel geben auch jungen Leuten den Anstoß, sich mit dem Vegan-Trend auseinanderzusetzen.“ Wie die Umstellung auf eine konsequent pflanzliche Ernährung leicht fällt, verrät Sigrid Siebert, Diplom-Ökotrophologin und zertifizierte Ernährungstherapeutin, in fünf Tipps. 

Während Obst, Gemüse, Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte auf dem Speisezettel stehen, verzichten Veganer auf alles Tierische, sei es Fleisch, Fisch, Milch, Käse oder gelatinehaltige Gummibärchen. Doch wie anfangen? „Ich kann nur dazu raten, die Umstellung locker und mit Spaß anzugehen“, so Sigrid Siebert, Expertin für vegane Ernährung und Dozentin an der Akademie Gesundes Leben in Oberursel. Das sind ihre fünf Tipps zum Einstieg in die vegane Ernährungsweise:


1. Mit einem Vegan-Tag in der Woche starten
Wer sofort den kompletten Ernährungsplan umstellt, nimmt sich womöglich zu viel auf einmal vor. Zum Start nur einen Tag pro Woche vegan essen.


2. Bewährte Rezepte wählen
Statt im Kartoffelsalat plötzlich die Mayonnaise zu ersetzen, zu Beginn lieber vegane Rezepte nachkochen. Da stimmen Zutaten und Mengenangaben. Leckere vegane Rezepte gibt es hier

 

3. Vegane Ersatzprodukte einkaufen
Die Linsensuppe wie gewohnt kochen und statt Mett- ein Soja-Würstchen hineinschnippeln. „Was ähnlich aussieht, erleichtert die Umstellung“, so die Ökotrophologin Siebert. Wer den Fleischgeschmack vermisst, kann mit den Gewürzen Liebstöckel, Bohnenkraut und Ysop ein leckeres Aroma zaubern.


4. Beim Backen variieren
Vegan backen mit Ei-Ersatz ist am Anfang nicht jedermanns Sache. Zum Kaffee schmeckt auch ein Kuchen aus Knet- oder Hefeteig, der ohne Eier auskommt.


5. Vegane Alternativen kennen
Milch, Sahne, Joghurt, Butter und Eier sind für VeganerInnen tabu, Alternativen können beispielsweise Sojaprodukte oder Milch aus Nüssen und Getreide sein. Neu-Veganer sollten aber nicht nach dem Zufallsprinzip ins Regal greifen. In den Reformhäusern treffen sie auf ausgebildete FachverkäuferInnen, die zu Themen wie dem Ausgleich von Vitamin-Mangel oder den Trendprodukten wie Superfoods wie Hanf- und Chia-Samen beraten.