Die inneren Werte zählen

Vielleicht erinnern Sie sich. Vor drei Jahren veröffentlichte eine junge Medizinstudentin ein „charmantes“ Buch über den Darm. Auf anschauliche und einfache Weise erklärte sie darin, wie dieses hoch komplexe Organ funktioniert und wie wichtig es für unsere Gesundheit ist.  Es wurde ein Bestseller. Offenbar hatte sie einen Nerv getroffen, denn bis dato war der Darm kein Thema für ein Kaffeekränzchen oder einen Lesezirkel. Doch mit der Lektüre des Buches ist der Darm ein stückweit ins Augenmerk der Öffentlichkeit gerückt – und das völlig zurecht, denn er ist ein wichtiger Teil unseres Organismus. Ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund, denn hier werden Krankheiten entschieden.

 

Was macht der Darm genau?

Klar, er verdaut. Dafür ist er bekannt. Bei der Passage durch das acht Meter lange Organ, wird die Nahrung zunächst vom Magen in den Zwölffingerdarm, dem Anfang des Dünndarms, transportiert. Hier werden die Nährstoffe resorbiert, also aufgenommen und an das Blut abgegeben. Dafür braucht der Dünndarm Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse und den Gallensaft aus der Leber. An der sogenannten Krummdarmpapille mündet der Dünndarm in den Dickdarm, den man sich wie einen Rahmen um den Dünndarm vorstellen kann. In ihm werden nun Salze und Wasser entnommen, der Stuhl eingedickt, bevor er schließlich zum Mastdarm, beziehungsweise Rektum weitergeleitet wird und über den Analkanal den Körper verlässt.

 

Ein Universum im Darm

So viel zum einfachen Teil. Aber richtig spannend wird es, wenn man sich die Darmflora anschaut. Wir sprechen hier über 100 Billionen Mikroorganismen, hauptsächlich Bakterien, die unseren Darm in komplexen Ökosystemen bewohnen – und zwar auf einer Fläche von bis zu 200 Quadratmetern. Sie bilden und verbrauchen kontinuierlich Stoffe. Besonders im Dickdarm, wo sie alles aufschließen, was im Dünndarm unverdaut geblieben ist. Das sind vor allem Ballaststoffe. Und die sind wichtig. Durch die Ballaststoffe, die leicht quellen, bleibt der Darm rege. Die zeitversetzte Aufschließung der Nahrung im Dickdarm lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und sorgt für ein natürliches Sättigungsgefühl. Kurzum, die Darmflora hilft also essenziell bei der Verwertung der Nährstoffe. Doch das ist längst nicht alles. Sie hindert als eine Art mechanischer Schild auch schädliche Bakterien daran, sich im Darm einzunisten oder in den Körper zu gelangen. Somit fungiert sie als innere Abwehrmauer und entgiftet die Körper. Die ungebetenen Störenfriede werden übrigens mit dem Stuhl ausgeschieden. Ferner stellt die Darmflora durch Verwertung der Ballaststoffe die Nährstoffe für die sogennante Darmschleimhautzellen zur Verfügung und ist an der Herstellung vieler Vitamine wie beispielsweise Folsäure und Vitamin B12 beteiligt.

 

Was gestern GALT, gilt heute auch

Hinter der Darmflora sitzen nun Immunzellen in den Darmschleimhäuten. Man spricht hier auch vom darmassoziierten lymphatischen Gewebe (GALT). Sie stehen mit der Darmflora in Kontakt und bilden in der Summe das größte Abwehrorgan des Körpers. Bei einer guten Darmgesundheit werden hier wichtige Antikörper gebildet, die in den Immunzellen durch die Blutbahn dorthin wandern, wo die Abwehrstoffe gebraucht werden. Gesteuert werden diese komplexen Prozesse von einem eigenen Nervennetz in der Darmwand, das mit dem Gehirn in regem Austausch steht und auch mit dem Begriff Darmgehirn umschrieben wird.

Der Darm ist also ein wahrlich faszinierendes Organ, das uns mit Vitalstoffen versorgt, aber auch eine sehr wichtige Rolle beim Entwickeln der Abwehrkräfte spielt. 

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