Das Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen hat in Bayern einiges bewegt. Im Juli 2019 wurde das Volksbegehren samt Begleitgesetz und umfassenden Maßnahmenpaket vom bayerischen Landtag verabschiedet. Aber nicht nur die Politik ist beim Thema Insektensterben gefragt - jeder Einzelne kann mit wenigen Mitteln seinen Alltag bienen- und insektenfreundlicher gestalten. Wir haben Tipps und Produkte für Sie zusammengestellt, mit denen Sie ganz einfach einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten können. 

 

Tipp 1: Einen bienenfreundlichen Garten gestalten

Das einfachste Mittel, mit dem man Insekten unterstützen kann, ist eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen. Bienen, Käfer und Schmetterlinge brauchen bunte Wiesen, Gärten und Balkone. Je mehr Blüten, desto besser. So schafft man für Insekten ein breites Nahrungsangebot, mit dem sie überleben können. 

Bienenfreundlicher Garten

 

  • Artenreiche Blumenwiesen mit bienenfreundlichen Blühpflanzen kann man ganz einfach mit den passenden Saatgut-Tüten anlegen. Blumenmischungen säen ist nicht schwer und sorgt für ein großes Nahrungsangebot im Garten und auf dem Balkon. Bio Saatgut erhalten Sie direkt bei VITALIA.* Die Reformhaus Glückswiese Blühpflanzenmischung ist mit Borretsch, Korn- und Ringelblumen außerdem auch noch schön anzusehen. Je verkaufter Packung spendet Reformhaus fünf Cent an das "Netzwerk blühende Landschaft" (http://www.bluehende-landschaft.de/). 

 

  • Nicht alles muss perfekt sein. Weniger Ordnung im Garten macht den Bienen und uns selbst das Leben leichter. Mähen Sie Teile der Wiese nur zweimal im Jahr, so dass mehr Wildblumen zur Blüte kommen. Eine Wiese mit (Un)Kräutern und Wildblumen ist ein Paradies für jede Biene. Ebenfalls sollten nicht alle verblühten Pflanzenstängel zurückgeschnitten werden, denn einige Bienenarten nutzen sie als Nist- oder Schlafplatz. 

 

  • Küchenkräuter schmecken nicht nur uns, sondern beleben auch das Nahrungsangebot der Bienen. Ernten Sie Salbei, Oregano, Zitronen-Thymian, Bohnenkraut und Co. nicht komplett ab und lassen den Rest blühen. Aber auch Gemüsepflanzen wie (Topf-)Paprika, (Balkon-)Tomaten und Chili-Pflanzen liefern einen leckeren Ertrag für Menschen und Blüten für die Bienen. 

 

  • Hecken und Obstgehölze bringen zusätzliche Blüten in den Garten. Von essbaren heimischen Sorten wie Apfel, Kirsche oder Schlehe profitiert man dann selbst auch noch etwas.

 

  • Bienen verlieren im Umfeld des Menschen immer mehr natürlichen Lebensraum. Insektenhotels sind Nisthilfen und ersetzen verlorene Eiablageplätze und verbessern das knappe Nistangebot. Bienenhotels kann man schon fertig kaufen oder auch schnell selbst bauen. Anleitungen zum Bau von Nisthilfen für Wildbienen erhalten Sie bei Verein Mellifera, der sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Nahrungs- und Lebensgrundlage von bestäubenden Insekten einsetzt. 

 

  • Stellen Sie den Bienen vor allem in den heißen und trockenen Sommermonaten kühles Nass bereit. Als Wasserstelle reicht ein Behältnis, das mit einigen Steinen gefüllt ist. An den Steinen können sich die Tiere beim Trinken festhalten.

 

Tipp 2: Blühpate werden 

Wer nicht die Möglichkeit hat, eine eigene Blumenwiese anzulegen, kann eine Blühpatenschaft übernehmen und auf diese Weise ein blühendes Bienenparadies schaffen. Über die Reformhaus Bienenaktion oder BeeGood von Mellifera e. V. können Patenschaften für Bienenstöcke oder Blumenwiesen übernommen werden. 

Bienenfreundlicher Garten

 

Tipp 3: Bio Lebensmittel kaufen

Wer weder Balkon noch Garten besitzt, kann den Bienen durch die bewusste Entscheidung für biologische Lebensmittel helfen. Auf diese Art und Weise unterstützen Sie eine bienenfreundliche Landwirtschaft ohne Spritzmittel wie Insektizide und Herbizide. Je weiniger Gifte auf dem Acker landen, desto besser geht es Insekten und langfristig Vögeln, Fledermäusen, Fröschen und anderen Tierarten. 
Bei VITALIA erhalten Sie eine große Auswahl an Bio Lebensmitteln. Jetzt entdecken!

 

* Solange der Vorrat reicht.